Bellevue Group: Dank Übernahmegerüchten stärker ins Wochenende

Gehört die Bellevue Group bald zu Bär?
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Seit die Bellevue Group am 2. März ihre Jahreszahlen 2009 präsentiert hat, brodelt die Gerüchteküche. Die Bank musste nicht nur einen Verlust ausweisen, sondern mit einem Minus von 320 Millionen Franken einen erneuten Abfluss von Kundengeldern hinnehmen. Dies, nachdem sie bereits 2008 knapp 520 Millionen Franken an Kundengeldern verloren hatte. Unter Börsenhändlern wird das Unternehmen daher als Übernahmekandidat gehandelt.
«Heute gibt es mindestens zehn Banken auf dem Bankenplatz Schweiz, die zum Verkauf stehen», verrät Boris Collardi, CEO der Bank Julius Bär, im Interview mit der Stocks-Schwesterpublikation Handelszeitung. Sein Institut wird als mögliche Käuferin für Bellevue genannt. Julius Bär hat zwar eben erst das Bankunternehmen ING Schweiz übernommen und ist mit dessen Integration beschäftigt. Collardi gibt sich aber für weitere Zukäufe offen, wie er der Handelszeitung gegenüber sagt: «In der Schweiz sind wir in einer Phase der Konsolidierung. Daran wollen wir partizipieren. Mit den bereits getätigten Übernahmen haben wir genügend Know-how im Integrieren neuer Einheiten erworben. Jeder Zukauf stellt erfahrungsgemäss vergleichbare Anforderungen bei der Umsetzung. Das heisst, dass wir jederzeit Akquisitionen tätigen können, sofern das Kaufobjekt unseren Anforderungen entspricht.»
Das meint Stocks:
Auch wenn die Aktie der Bellevue Group tief bewertet erscheint, beispielsweise gemessen am Kurs/Buch-Verhältnis, und auch wenn sie durch eine hohe Dividendenausschüttung auffällt: Anleger sollten die Titel von Julius Bär bevorzugen. Dieses Institut weist seit der Abspaltung von GAM und seiner Fokussierung aufs Private Banking ein überzeugendes Geschäftsmodell auf und bringt auch die kritische Grösse mit, um aus der Branchenkonsolidierung als Gewinnerin hervorzugehen.
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