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11.03.2010 10:04
Pascal Roth

Panalpina: Aktionäre tragen schlechte Zahlen mit Fassung


Monika Ribar hat die Kosten im Griff.
Der Reingewinn fürs Geschäftsjahr 2009 sinkt um über 90 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. Dennoch gibt es Lichtblicke und die Aktie kann bis am Mittag zulegen.

Klar, dass das Transportvolumen 2009 zurückgegangen ist: Die globalen Handelsmengen sanken in einem noch nie dagewesenen Masse, wodurch die meisten Kernmärkte in Mitleidenschaft gezogen wurden. So betrug der Nettoumsatz aus Speditionsleistungen noch 5,9 Milliarden (alle Zahlen in Franken). Immerhin reagierte der Basler Logistikkonzernfrühzeitig auf die schwierige Situation und reduzierte seine Kostenbasis um 14 Prozent und übertraf damit sein Kostensenkungsziel. Der freie Mittelfluss ist gar um ein Drittel auf 226 Millionen gestiegen.

«2009 hätte kaum ein turbulenteres und anspruchsvolleres Jahr sein können, sowohl für die Transport- und Logistikbranche als auch für Panalpina», erklärt Chefin Monika Ribar. «Obwohl wir auf der Kostenseite schnell reagiert und die Produktivität gesteigert haben, konnten die Massnahmen den drastischen Rückgang der Volumen und den raschen Anstieg der Einkaufspreise in der zweiten Jahreshälfte nicht ausgleichen. Wir haben jedoch angemessene Schritte auf der Beschaffungs- und Verkaufsseite wie auch bei der Organisationsstruktur von Panalpina unternommen, die sich positiv auf das Ergebnis 2010 auswirken werden. Wir sind zuversichtlich, dieses Jahr mindestens auf Marktniveau zu wachsen», kommentiert sie weiter.

Stocks rät zum Halten der Aktien. Zwar hängt die Untersuchung durch das US-Justizministerium noch immer wie ein Damokles-Schwert über dem Konzern, aber Monika Ribar hat operativ die nötigen Einschnitte vorgenommen, was sich nicht zuletzt beim schmerzhaften Stellenabbau äussert. Der Personalaufwand ging von 992 Millionen im Vorjahr auf 879 Millionen zurück. Das Unternehmen hat im Berichtsjahr 1857 Vollzeitstellen oder zwölf Prozent der Belegschaft abgebaut.


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